Online Marketing – Tipp #10

Eine FB-Ad Schritt für Schritt erstellen – mit dem FBM

Ich hatte vor einiger Zeit einmal versprochen, dass ich für Sie eine Facebook-Ad exemplarisch peu-a-peu durchplane und Ihnen die Prozesse dabei chronologisch erläutere. Da ich stets zu meinem Wort stehe, kommt hier jetzt der Artikel zum Erstellen einer Werbeanzeige im Facebook Business Manager. Dies werde ich exemplarisch an einer Website-Klick-Ad durchführen, da ich diese für eine der sinnvollsten Ads überhaupt im Repertoire von Facebook halte. Mit dieser Werbeanzeige können wir Personen zu einem Ziel innerhalb oder außerhalb von Facebook leiten – und genau so umständlich ist nun seit einiger Zeit auch der Name dieser Ad.

Wir wählen also in der Übersicht unter “Erwägung” den ersten Punkt aus, geben dem Ganzen einen aussagekräftigen Namen (z.B. Websiteklicks Bodendecker.de – Januar) und fahren dann mit der eigentlichen Erstellung fort. Diese nimmt mit der Einrichtung der Zielgruppe ihren Lauf. Haben wir nicht bereits eine passende vorgefertigte Zielgruppe für unsere Ad gespeichert, dann erstellen wir einfach eine neue. Dabei haben wir aktuell auch die Möglichkeit, eine Custom Audience oder eine Lookalike Audience zu integrieren, müssen dies allerdings nicht tun.

Ganz klassisch geht man jetzt so vor, dass man (nachdem man die Vereinigten Staaten von Amerika als Zielort entfernt hat) entweder Deutschland/Österreich/Schweiz oder einzelne Städte auswählt, in denen die Zielgruppe angesteuert werden soll. Daraufhin entscheiden wir uns für ein relevantes Alter unserer Zielgruppe und selektieren bei Bedarf auch ein Geschlecht aus. Bei Sprachen wählt man hierzulande am besten nur Deutsch aus, außer natürlich, eine bestimmte Community soll gezielt angesprochen werden.

Interessant wird es dann bei der detaillierten Zielgruppenauswahl. Hier kann und sollte man eine gute Auswahl von Merkmalen treffen, die auf unsere potentielle Zielgruppe zutrifft. Dabei steht die Zahl beim jeweiligen Eintrag nicht für die Häufigkeit in unserem Zielgebiet, sondern bei Facebook insgesamt. Sucht man beispielsweise nach “Fußball”, findet man das Interesse nämlich mal eben bei 700.000.000 Menschen. Die Zahl unserer selektierten Zielgruppe erscheint rechts im Kasten Zielgruppendefinition unter dem Punkt “Potenzielle Reichweite”. 

Auch das Ausschließen bestimmter Kriterien macht durchaus Sinn, z.B. das Ausschließen aller im Ausland lebenden Zielgruppenteilnehmer (”Expats (Alle)”) zur Vorbeugung von Klickbetrug. [Mehr dazu demnächst in einem separaten Beitrag.] Bei den Verbindungen kann man beispielweise die bestehenden Fans der eigenen Facebook-Seite ausschließen, sofern dies Sinn ergibt. Am Ende lässt sich die erfasste Zielgruppe dann für eine erneute Verwendung abspeichern. Im Kasten auf der rechten Seite sehen wir, wie die Gruppe sich en detail zusammensetzt. 

Bei den Platzierungen können Sie zwischen automatischen Platzierungen und manueller Bearbeitung wählen, was sich durchaus empfehlen kann, wenn man z.B. keine echte Zielgruppe auf Instagram hat. Dieses wählt Facebook jedoch standardmäßig aus und man muss sich somit aktiv dagegen wehren, wenn man das nicht möchte. Bei Budget & Zeitplan legen wir fest, wie viel Geld wir investieren wollen, ob wir ein Tagesbudget vorgeben oder ein Laufzeitbudget. Je nach Marketingbudget und Ziel kann hier beides sinnvoll sein, in jedem Fall sollte man die Sache aber während der Laufzeit regelmäßig kontrollieren.

Bei der Optimierung für die Auslieferung von Werbeanzeigen sollte man tunlichst “Klicks auf Links” auswählen, denn diese kann man auch bei Google Analytics nachverfolgen – bei den Impressionen müssen wir Facebook einfach ‘glauben’, dass die Anzeige ausgeliefert wurde. Dementsprechend sollte auch das Konto pro Link-Klick belastet werden. Danach klicken wir auf “Weiter” und haben auf der nächsten Seite dann die Möglichkeit, unsere Ad mit Bild- oder Videomaterial auszustatten, sowie ihr Wording festzulegen.

Hier kann man sich wunderbar kreativ austoben, sollte aber natürlich darauf achten, dass man die Ad nicht nur selbst schön findet, sondern auch potentielle Kunden. Man kann hier mit gutem Bild- oder Videomaterial viel ausrichten, entsprechend sollte man darauf achten, dass hier direkt ein Eye-Catcher verwendet wird, der jedoch trotzdem thematisch passen sollte. Unter “Seite und Links” legen wir fest, welche unserer Facebook-Seiten die Anzeige schaltet und zu welcher URL die Ad führt. Wir geben dann noch den Titel und den Anzeigentext vor und bekommen von Facebook die fertige Ad auf der rechten Seite angezeigt.

Ich empfehle immer auch die Verwendung von Hashtags in Werbeanzeigen, da man durch diese vermutlich noch einmal ein wenig organische Reichweite herausholen kann, sofern die Anzeige überhaupt organische Reichweite generiert. Dies ist dann der Fall, wenn Personen sie liken, kommentieren oder teilen – und nicht bloß darauf klicken. Am Ende geben wir dann die Bestellung auf und warten ab, dass Facebook sie “absegnet”, was in aller Regel nur wenige Sekunden bis zu ein paar Stunden dauert.

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