Online-Marketing – Tipp #14

Werbekosten senken durch kluge Entscheidungen

Wie erreichen wir als Marketer heute noch unsere relevanten Zielgruppen, in einer Zeit, in der die meisten Menschen unter 50 kaum noch normales Fernsehen schauen, keine Zeitung lesen und anstatt Radio lieber Streaming-Dienste auf die Ohren bekommen?! Gezielt und gekonnt, wäre darauf meine persönliche Antwort. Und ob dieser grundsätzlichen Eingangsfrage sollte man ja eigentlich vermuten, dass die Kosten für Werbung in TV, Radio und Print in den letzten Jahren entsprechend des geänderten Nutzungsverhaltens deutlich gesunken wären. 

Dies ist jedoch nicht der Fall: Die Preise liegen nach wie vor in astronomischen Höhen und strotzen dabei nur so von Unverhältnismäßigkeit in Sachen ROI (Return on Investment), dass man sich als Marketer eigentlich fragen muss, warum viele Mitglieder unserer Zunft überhaupt in diesem Zirkus noch mitspielen, auch wenn man die relevanten Zielgruppen andernorts viel günstiger, viel besser und viel genauer erreichen kann. (Stichwort: Online-Marketing)

Natürlich ist gegen die Verwendung von großformatiger Plakatwerbung an den richtigen Stellen nicht viel einzuwenden, auch ein guter Radiospot (ich summe nur “Umckaloabo”) hat anno 2017 seine Berechtigung. Aber tausende von Euro für eine Anzeige in einem Printmagazin?! Für eine Vollformatanzeige auf der Rückseite, okay, aber wenn man sich die Preise bei vielen Verlagshäusern für ganz “normale” Werbung ansieht, wird einem als Marketingverantwortlichem der neuen Generation schon ganz anders.

Da fragt man sich, wie (eigentlich) informierte und zudem mehrheitlich studierte Menschen solche Summen in Maßnahmen investieren können, deren Leserschaft ständig schwindet, deren Zielgruppe man nur marginal steuern und deren ROI man überhaupt nicht überprüfen kann. Ich denke, Sie wissen worauf ich hinaus will: Klassische Werbemaßnahmen haben ihren Zenit weit überschritten und sind heute einfach nicht mehr zeitgemäß.

Wenn man sich zudem ansieht, dass Verlage für einen Werbebanner auf ihrer Website bzw. in ihren Online-Ausgaben oft genug einen TKP (Tausender-Kontakt-Preis) von 20 bis 30 Euro verlangen, wogegen man bei Facebook Ads problemlos zwischen 1,50 und 3,50 Euro für eintausend Impressionen landet und dabei sogar eine targetierte Zielgruppe und Trackingmöglichkeiten hat, fragt man sich doch irgendwie, warum sich immer noch so viele Menschen darauf einlassen.

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Vier ganz normale Facebook-Ads mit TKP zwischen 1,50 und 3,50 Euro

Wie haben es meine Kölner Kollegen um Zone Germany CEO Felix Holzapfel schon so treffend formuliert: Wer klassisch wirbt, stirbt. Diese Auffassung teile ich – mit Ausnahme von Weltmarken – voll und ganz, würde sie aber noch ein Stück erweitern: Wer durch klassische Werbung (über)leben will, stirbt ebenfalls. Denn irgendwann werden auch die altgedienten Marketer 50+ den Menschen aus meiner Generation weichen. Und dann möchte ich für meinen Teil kein Anzeigenverkäufer bei einer Zeitung oder Zeitschrift sein.

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